Endlich habe ich wieder mal Muße um einen neuen Blog-Eintrag zu schreiben. Vorletztes Wochenende gab es eine Aktion, die jedem, der seinen Arbeitsplatz auf der Site Futuroscope hat (also auch mir), ermöglichte, umsonst den gleichnamigen Themenpark zu besuchen. Das ließ ich mir natürlich nicht zweimal sagen: Die über 30 Euro, die normalerweise an Eintritt verlangt werden, finde ich zwar für das Gebotene ziemlich happig, aber ein gutes altes Deutsches Sprichwort sagt: Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.

Das Futuroscope ist nach dem Euro-Disneyland (14.5 Mio) und dem Parc Astérix (1.7 Mio) mit 1.4 Millionen Besucher der drittgrößte Freizeitpark Frankreichs. (Zum Vergleich: Der Europapark in Rust lockt 4 Mio. Besucher an, der Holiday-Park in Haßloch 1.1 Mio.). Zentrales Thema ist die Zukunft. Das zeigt sich am eindrucksvollsten in der futuristischen Architektur. Anders als bspw. der Europapark liegt der Schwerpunkt der Attraktionen nicht in den Fahrgeschäften, sondern in der Vorführung von Kurzfilmen auf riesigen Leinwänden (ähnlich den IMAX-Kinos in Speyer oder Sinsheim). Einige dieser Filme bieten ein Pseudo-3D-Erlebnis (indem man sie mit einer Polarisationsbrille anschaut), oder man sitzt nicht in einem normalen Sessel sondern in einem sog. Simulator, der einen - passend zum Film - durchschüttelt. Von letzterem ist mir übrigens hundsübel geworden. Da es sich also hauptsächlich um Indoor-Attraktionen handelt, ist das Futuroscope bis auf eine einmonatige Pause, in der die neuen Events aufgebaut werden, ganzjährig geöffnet.
Am besten hat mir übrigens

die Schlußvorstellung gefallen, bei der es sich um animierte Wasserspiele handelte. Filme wurden auf Wasserwände projeziert, dazu gab es eine nicht zu verachtende Lasershow.
Insgesamt war es doch mal ganz nett, zu sehen, wofür Poitiers in Frankreich auch bekannt ist. Immerhin hat das Futuroscope einen eigenen TGV-Bahnhof und ich vermute, der Flughafen hier (mit den einzigen Direktflugmöglichkeiten nach Lyon und London) wurde eigens dafür errichtet. Um das Futuroscope rum ließen sich einige Firmen nieder, und auch ein Teil der Universität befindet sich dort: Mathematisch-naturwissenschaftliche Institute, eine Pilotenschule und die ENSMA (École nationale supérieure de mécanique et d'aérotechnique).
Hallo Markus,
AntwortenLöschenwie immer sind Deine Berichte sehr interessant. Mach weiter so und viel Spass bei den Franzosen.
Viele Grüße
Frank