Sonntag, 9. Dezember 2007

Ile de Ré

Heute hatte ich wieder Bock auf einen Ausritt, und habe also meine 75 Pferde gesattelt und bin in den wilden Westen Richtung La Rochelle galoppiert. Ziel war die Ile del Ré, eine etwa 30km und weniger als 5km schmale Insel, die der Atlantikküste vorgelagert ist. Es ist für mich immer ein eigentümliches Gefühl, wenn ich mich dem Meer nähere. Und diesmal war es ganz besonders, denn ich habe heute zum ersten Mal den Atlantik gesehen (außer vom Flugzeug aus).

Erst einmal muß man über diese gewaltige Brücke fahren (gewaltig auch das péage: immerhin 9 Euro für hin-und-zurück):Dann aber ist gleich links der erste Sandstrand. Heute fast menschenleer - klar, es ist ja auch Dezember.Nur ein paar Verrückte tummelten sich seehundähnlich mit ihren Neoprenanzügen im Wasser. Von dem Strand hat man eine wunderbare Aussicht auf den Hafen von La Rochelle:
Nach einem ausgiebigen Strandspaziergang und etwas weiterem Insel-cruisen bin ich dann am Phare des Baleines angelangt, einem 55m hohen Leuchtturm ganz am Ende der Insel. Leider konnte ich den Turm nicht besteigen, da es wegen des starken Windes zu gefährlich gewesen wäre. Das zumindest hatte mir die (deutsche!) Dame an der Auskunft mitgeteilt. Diese hatte mich auch gleich nach einem französischen Satz als Deutschen identifiziert, was etwas frustrierend war...

Hier der neue und der alte Leuchtturm:












Während das Wetter anfangs noch angenehm windig war, kam gegen nachmittag ein kräftiger Sturm auf, der irgendwie gar nicht zu den idyllischen mediterran anmutenden Häuschen auf der Insel passen wollte.

Insgesamt macht diese Insel einen sehr naturbelassenen und erfrischend "untouristischen" Eindruck, es gibt hier auch jede Menge Vögel (hier dürfen sie gerne sein!), kleine Wäldchen und das ein oder andere Städtchen.

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