Mittwoch, 19. Dezember 2007

Joyeux Noël!

Ich wünsche allen Lesern dieses Blogs schon mal frohe Weihnachten! Am Samstag werde ich per TGV nach Paris abdüsen, um mir innerhalb eines Nachmittages das ganze Touriprogramm zu geben. Da es wärmer werden soll, ist sicherlich auch ein Besuch des Eifelturms drin! Am Sonntag werde ich dann mit dem ICE weiter düsen Richtung Deutschland... Ich bin schon mal gespannt, wie das Gefühl sein wird, nach so langer Zeit wieder mal deutschen Boden zu betreten. Inzwischen habe ich mich ja schon an das hiesige Straßenbild gewöhnt, das sich ja doch leicht vom deutschen unterscheidet.

Das Hôtel de Ville mit der Eisfläche davor:
Die Krippe mit ihren Bewohnern, die auf dem Marché de Notre Dame aufgebaut ist:

Montag, 17. Dezember 2007

Loup-Garou...


So heißt das Partyspiel "Werwolf" auf französisch. Nachdem wir gestern erst "Time's Out" versucht hatten (bei den vielen für mich unbekannten französischen Schauspielern), war ich schließlich froh, daß es in einem französischen Haushalt auch Spiele gibt, die einem nicht so viel Sprach- und Kulturkenntnis abverlangen. Loup-Garou spielt man - typisch französisch - mit einem "peluche", also einem Plüschtier, das einem den Spielleiter erspart. Anders wie in Deutschland haben wir es OHNE Hexe (Sorcière) und Wahrsagerin (Voyante) gespielt, dafür MIT Jäger (Chasseur), dessen Aufgabe ich jedoch nicht verstanden habe. Das Spiel hat jedenfalls Spaß gemacht!

Sonntag, 9. Dezember 2007

Ile de Ré

Heute hatte ich wieder Bock auf einen Ausritt, und habe also meine 75 Pferde gesattelt und bin in den wilden Westen Richtung La Rochelle galoppiert. Ziel war die Ile del Ré, eine etwa 30km und weniger als 5km schmale Insel, die der Atlantikküste vorgelagert ist. Es ist für mich immer ein eigentümliches Gefühl, wenn ich mich dem Meer nähere. Und diesmal war es ganz besonders, denn ich habe heute zum ersten Mal den Atlantik gesehen (außer vom Flugzeug aus).

Erst einmal muß man über diese gewaltige Brücke fahren (gewaltig auch das péage: immerhin 9 Euro für hin-und-zurück):Dann aber ist gleich links der erste Sandstrand. Heute fast menschenleer - klar, es ist ja auch Dezember.Nur ein paar Verrückte tummelten sich seehundähnlich mit ihren Neoprenanzügen im Wasser. Von dem Strand hat man eine wunderbare Aussicht auf den Hafen von La Rochelle:
Nach einem ausgiebigen Strandspaziergang und etwas weiterem Insel-cruisen bin ich dann am Phare des Baleines angelangt, einem 55m hohen Leuchtturm ganz am Ende der Insel. Leider konnte ich den Turm nicht besteigen, da es wegen des starken Windes zu gefährlich gewesen wäre. Das zumindest hatte mir die (deutsche!) Dame an der Auskunft mitgeteilt. Diese hatte mich auch gleich nach einem französischen Satz als Deutschen identifiziert, was etwas frustrierend war...

Hier der neue und der alte Leuchtturm:












Während das Wetter anfangs noch angenehm windig war, kam gegen nachmittag ein kräftiger Sturm auf, der irgendwie gar nicht zu den idyllischen mediterran anmutenden Häuschen auf der Insel passen wollte.

Insgesamt macht diese Insel einen sehr naturbelassenen und erfrischend "untouristischen" Eindruck, es gibt hier auch jede Menge Vögel (hier dürfen sie gerne sein!), kleine Wäldchen und das ein oder andere Städtchen.

Dienstag, 4. Dezember 2007

Visiter le Coiffeur

Das Wochenende hielt ein besonderes Schmankerl für mich bereit. Ich durfte (sagen wir doch besser: mußte!) zum ersten Mal zu einem französischen Friseur. Einen zu finden sollte nicht schwer sein - mir scheint die Friseurdichte hier wesentlich größer als in Deutschland. Es gibt hier wesentlich mehr Friseure als alle Arten von Lebensmittelgeschäften zusammengenommen. Da ich also die Qual der Wahl hatte, habe ich meinem Einkaufsratgeber "Petit futé" konsultiert und einen günstig gelegenen Haarschneider gefunden. Im wesentlich läuft's beim Friseur genau so, wie in Deutschland, allerdings scheinen die französischen Coiffeure ein anderes Verständnis von Längenangaben zu besitzen. Jedenfalls habe ich gleich am Anfang klargestellt, daß ich nur etwa zwei cm geschnitten haben möchte. Das Ergebnis war aber dann anders als ich gedacht hatte: So kurz waren meine Haare schon lange nicht mehr! Schätzungsweise hat die Friseurin mindestens das doppelte weggenommen; dabei dachte ich ja eigentlich, das Urmeter befinde sich in Frankreich!